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Wirtschaftslexikon
über 20.000 Fachbegriffe - aktualisierte Ausgabe 2015
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Charisma

In der Wirtschaftssoziologie: nennt M. Weber die von den Beteiligten als aussergewöhnlich empfundene Qualität einer Persönlichkeit, um derentwillen diese als mit übernatürlichen (übermenschlichen, nicht jedem zugänglichen) Kräften begabt oder als gottgesandt oder als vorbildlich gilt, deshalb u.U. als Führer gewertet wird bzw. Gehorsam verlangen kann. Für die Geltung des Charisma ist entscheidend die durch Bewährung (z.B. durch Wunder) zu sichernde Anerkennung durch die Beherrschten (Jünger, Gefolgsleute). Charismatische Herrschaft ist in reiner Form spezifisch wirtschaftsfremd; an die Bewährung des charismatisch qualifizierten Herrn pflegen sich aber auf Seiten seiner Jünger und insbesonders seiner Verwaltungsgehilfen in der Regel neben ideellen Prämien handfeste ökonomische Erwartungen zu knüpfen. In der Wirtschaftssoziologie: nach M. Weber der Prozess, der aufgrund des spezifisch ausseralltäglichen und ausserwirtschaftlichen Charakters charismatischer Herrschaft, die in reiner Form nur in statu nascendi möglich ist, regelmässig und notwendig einsetzt, wenn sie als eine Dauerbeziehung zwischen charismatischem Herrn und Beherrschten bestehen soll. Als idealtypisches Endstadium dieses Prozesses gilt der traditional oder rational organisierte Alltag.



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