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Wirtschaftslexikon
über 20.000 Fachbegriffe - aktualisierte Ausgabe 2015
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Absolutismus

In der Wirtschaftssoziologie: eine Herrschaftsform im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts (und im weiteren Sinn Bezeichnung für diese Epoche): Nachdem der mittelalterliche Kriegeradel in den Glaubenskriegen endgültig seine Macht verloren hatte, machten die Monarchen die Adligen zum Hofadel und gewannen unbeschränkte Macht, die weder durch Gesetz oder Verfassung noch durch andere politisch-gesellschaftliche Kräfte kontrolliert wurde. Inbegriff dieser Entwicklung ist das Frankreich Ludwigs XIV. Mittel zur Sicherung dieser Macht waren - abgesehen von der „Verhofung“ des Adels - ein auf den Monarchen verpflichtetes Heer, eine nicht an die Landstände und die Territorialfürsten gebundene Beamtenschaft sowie, damit verbunden, die Ausbildung von Grossstaaten. Durch die Herstellung von allgemeinen Voraussetzungen für Handel und Gewerbe (zentralstaatliche Verwaltung und Gesetzgebung, Verkehrsnetzentwicklung usw.) wurden die wirtschaftlichen Interessen des Bürgertums stark gefördert. Vorschläge, den Begriff Absolutismus von diesem historischen Sinn zu lösen und als allgemeine Bezeichnung für eine unbeschränkte Herrschaft zu formulieren, hatten bislang keinen Erfolg.



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