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Planungs- und Kontrollprozess

 
   
Planungs- und Kontrollvorgänge in Banken sind keine nur einmal stattfindenden Handlungsakte, sondern bestehen aus mehreren, voneinander abgrenzbaren Prozessphasen, die sich im Zeitablauf ständig wiederholen. Zwar sind je nach Planungsobjekt und -Zeitraum unterschiedlich viele Einzelschritte für einen Planungsablauf bzw. -durchlauf notwendig, es lassen sich jedoch in einem idealrypischen Grundmodell des Planungs- und Kontrollprozesses unter sachlogischen Aspekten folgende Hauptphasen darstellen, die jeweils einen Komplex von aus den gesamten Planungsaktivitäten herausgelösten, zusammenhängenden Aktivitäten umfassen: 1. Erkennung und Abgrenzung des zu planenden Problems, Problemformulierung; 2. Informationsbeschaffung und -ausWertung; 3. Entwicklung alternativer Lösungsmöglichkeiten und Strategien; 4. Beurteilung der Alternativen und Entscheidung für eine Alternative; 5. Durchführung der gewählten Alternative (Realisationsphase); 6. Kontrolle, Soll-Ist-Vergleich und Abweichungsanalyse. Nur in seltensten Fällen wird der Planungs- und Kontrollprozess allerdings so streng chronologisch ablaufen. Wahrscheinlicher ist, dass ständige Rückkopplung (Feedback) zwischen den einzelnen Phasen stattfindet, so z.B., wenn bei der Informationsaufbereitung festgestellt wird, dass die Problemformulierung nicht exakt war, oder wenn bei der Beurteilung der Alternativen deutlich wird, dass noch weitere Informationen beschafft werden müssen. Wesentlich ist, dass zwar nur in der Phase der Alternativenbeurteilung explizit auf Entscheidungen im Rahmen des Planungs- und Kontrollprozesses eingegangen wird, dass aber im Laufe des gesamten Prozesses vielfältige Entscheidungen anstehen, die von den für die Planung Verantwortlichen - auch auf untergeordneter Unternehmungsebene - getroffen werden müssen. Erst das enge Zusammenwirken von Planung und Kontrolle ermöglicht an den Zielen der Bankunternehmung orientierte und die festgestellten Abweichungen korrigierende Handlungen der Bankgeschäftsleitung. Ausserdem bewirkt eine im Anschluss an die Planungsund Durchführungsphase fest verankerte Kontrolle, dass eine ständige Einwirkung auf Übereinstimmung von Ist-und Solldaten im gesamten Unternehmungsprozess erzeugt wird und Abweichungen zwischen Ist und Soll auf ein nicht vermeidbares Mass reduziert werden. Bedingt durch die enge Verbindung und Interaktion zwischen Planungs- und Kontrollvorgängen - jede Phase des Planungsprozesses kann einer Kontrolle unterliegen, deren Ergebnis wiederum Grundlage für die nächstfolgende Phase des Planungsprozesses ist - müssen Planung und Kontrolle immer einer gemeinsamen Analyse unterzogen werden.  

 

 
   

 

 
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