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Wirtschaftslexikon
über 20.000 Fachbegriffe - aktualisierte Ausgabe 2015
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Rabatte

(Rabattpolitik): Im Rahmen des Kontrahierungs-Mix sind Rabatte spezifische Marketinginstrumente, die in engem Zusam­menhang mit der Preispolitik stehend, entwe­der eine besondere Leistung eines einzelnen Ab­nehmers belohnen und/oder in einer Art Feinab­stimmung gegenüber dem groben Instrument des Preises beim Abnehmer akquisitorische Wir­kungen zu erzielen versuchen, indem sie den Preis an die individuelle Besonderheit des Anbie­ter-Abnehmer-Verhältnisses anpassen. Die be­triebliche Rabattpolitik setzt das Instrument der Rabatte gezielt als Instrument bei der Erreichung betriebswirtschaflicher Ziele ein. “Während die Preiskalkulation den gegenüber allen oder vielen Abnehmern gültigen Preis festlegt, schneidet die Rabattpolitik den vom einzelnen Abnehmer zu entrichtenden Geldbetrag auf die individuellen Gegebenheiten des Kunden-Lieferantenverhält­nisses zu.” (Thorismund Weller) Rabatte sind daher von allgemeinen Preisreduk­tionen ebenso wie von den genossenschaftlichen Rückvergütungen als einer Form der Uberschuß­verwendung abzugrenzen. Ein - Bonus hinge­gen ist ein Rabatt, nämlich einer, der für einen abgelaufenen Zeitraum gewährt wird. Bei stren­ger Betrachtungsweise sind so die - Funktions­rabatte und die Konsumentenrabatte, die meist in Form von Rabattmarken gewährt wer­den, keine echten Rabatte, weil durch sie nicht die Leistungen einzelner Anbieter hononert wer­den. Nach einer vom Battelle-Institut entwickelten Sy­stematik lassen sich die gebräuchlichsten Arten von Rabatten zunächst danach unterteilen, ob sie auf der Wiederverkäuferebene oder auf der Verbraucherebene gewährt werden. Dabei ist dann neben den Funktionsrabatten zwischen - Mengenrabatten, Zeitrabatten und Treuerabatten zu unterscheiden, wobei eine Sonderform des Treuerabatts auf der Verbrau­cherebene die Konsumentenrabatte sind. Zu den mit der Rabattpolitik angestrebten Zielen zählen in aller Regel die Ausweitung von Umsätzen bzw. des Absatzes, die Erhöhung der Kundentreue, die Rationalisierung der Auftragsabwicklung, die Steuerung der zeitlichen Streu­ung der Auftragseingänge und die Sicherung des Images teuerer Güter bei gleichzeitiger Möglich­keit, sie zu einem niedrigeren Effektivpreis anzu­bieten.



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