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Wirtschaftslexikon
über 20.000 Fachbegriffe - aktualisierte Ausgabe 2015
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Geldpolitik, Wirkungszusammenhänge

Werden Bedeutung und Aufgabenstellung der Geldpolitik in der Verfolgung gesamtwirtschaftlicher Ziele akzeptiert, stellt sich das Problem, Entscheidungshilfen für »richtiges« geldpolitisches Handeln zu gewinnen. Dabei ist zunächst festzustellen, dass das Wissen um Witkungszusammen-hänge zwischen geldpolitischem Handeln und Erreichen bestimmter gesamtwirtschaftlicher Oberziele unvollkommen ist. Auf diesem unsicheren nomologischen Fundament sind daher die Transmissionsmechanismen zwischen geldpolitischem Handeln und intendierter Zielerreichung in langer geldtheoretischer Diskussion stark umstritten. Erforderlich sind Kenntnise von Gesetzmässigkeiten über Zusammenhänge zwischen zeitlichem Anfall, Höhe und Richtung eines monetären Impulses sowie Zeitpunkt, Höhe und Richtung der dadurch ausgelösten Änderung der Oberzielvariablen. Die Transmission monetärer Impulse der Zentralbank auf die wirtschaftspolitischen Oberziele vollzieht sich indes in einem sehr komplexen, von nicht exakt prognostizierbaren Verhaltensweisen der Banken, Unternehmen und privaten Haushalte sowie des Staates geprägten Prozess, der hins. der Gesamtheit der Wirkungsabläufe weitgehend unerkannter Wirkungsmechanismus ist. Lediglich partielle Verknüpfungen lassen sich plausibel erklären, und für den Gesamtzusammen- hang zwischen monetären Impulsen und gesamtwirtschaftlichen Oberzielen lässt sich die Wirkungsrichtung geldpolitischer Massnahmen durch - wenn auch noch unzulängliche - empirische Evidenz belegen. Zur Erklärung des Transmissionsmechanismus geldpolitischer Impulse gibt es eine Reihe von Erklärungsansätzen bzw. Theorien: Quantitätstheorie, Keynes\'scher, vermögenstheoretischer, portefeuilletheoretischer, Kredit/Zinstransmissionsmechanismus.



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